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The show is over – stay tuned at
www.gabiblum.de
www.susigelb.com




Eröffnung 28. April 2015 19 Uhr
es spricht Stadtrat Dr. Florian Roth in Vertretung des Oberbürgermeisters

Ausstellung 29. April - 29. Mai 2015 Di - Sa 13 - 19 Uhr
Special Event 15. Mai 19 Uhr mit Hektor & Rositha
Finissage 29. Mai 19 Uhr mit Buchpräsentation

∞ Die Show verändert sich ständig
Kunstarkaden, Sparkassenstraße 3, 80331 München


Die Ausstellung wird großzügig unterstützt durch die Steiner-Stiftung, Reptilienfreunde Oberland, Reptilienauffangstation München e.V., Foliatec und die Stadtgärtnerei München.


www.muenchen.de/kunstarkaden

 

OCT 5 2015

Der zweiteilige Katalog zur Ausstellung ist fertig!

BOOK RELEASE
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Gabi Blum und Susi Gelb

9. Oktober 2015 ab 19:00 Uhr

An diesem Abend gibt es das Katalog-Doppelpack zum Vorzugspreis von 5,00 Euro.
Und nur an diesem Abend werden die vielbesprochenen Videos mit den riesigen Tigerpythons noch einmal gezeigt.

Ein Muss für jeden, der sie noch nicht gesehen hat!

& Es gibt frische Drinks.
Gleichzeitig ist die Gruppenausstellung idle upgrade illusion zu sehen -
mit Andy Hope 1930, Regine Rode, Niko Abramidis&NE, Mahlergruppe, Ralph Ammer, Christian Rothmaler, Susi Gelb und Fumie Sasabuchi.


easy!upstream
Türkenstraße 67
80799 München
easyupstream.com




MAY 15 2015

kleines interview auf gallerytalk

www.gallerytalk.net






MAY 12 2015

announcement

Am Freitag den 15. Mai um 20 Uhr spielen Hektor & Rositha im Waiting Room

Bitte zeitig kommen – begrenzte Platzzahl!
Übertragung via Livestream und innerhalb der Ausstellung als Projektion






MAY 5 2015

some nice reviews

www.aufkunst.com




www.selbstdarstellungssucht.de



www.freundartblog.blogspot.co.at




MAY 2 2015


love that guy






APRIL 28 2015


teaser video







APRIL 25 2015


setting up






APRIL 10 2015

press release


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GABI BLUM
SUSI GELB



Gabi Blum und Susi Gelb modifizieren Situationen, Zustände und Zeiträume. Die Kunstarkaden werden dabei zum temporären Austragungsort ihrer Versuchungsanordnungen. Die temporale Gravitation wird außer Kraft gesetzt, alles fließt und wandelt sich ständig. Es entsteht eine dynamische Ausstellung, die sich kontinuierlich verändert.

Am 5. Januar veröffentlichte die NASA die derzeit weltgrößte Fotografie mit 1,5 Milliarden Pixeln. In diesem Abbild der Andromeda-Galaxie kann man sich verlieren, man zoomt und zoomt und immer wieder öffnen sich scharfe Bildbereiche. Die Ausstellung full size original ∞ loading entfaltet sich auf ähnliche Weise in mannigfaltigen Ebenen, Schärfebereichen und Realitätsformen. Der zentrale Raum der Ausstellung gibt sich als virtuelles Spielfeld. Select your character! Lebensgroß werden die Avatare der beiden Künstlerinnen stets neu geladen. Die informationelle High Definition belässt trotz ihrer hohen Auflösung vieles im angenehm undefinierten Raum [1].

Der Zuschauer betritt einen Schwellenmoment – loading: der Inhalt befindet sich im Ladeprozess; wie groß er wirklich ist und ob er je vollständig geladen werden kann bleibt unklar. So schweben die virtuellen Vertreter von Gabi Blum und Susi Gelb im Kontinuum. Sie sind präsent und doch nicht greifbar. Die langsam morphenden, sich entfaltenden Figuren lassen die Zeit wie zu einem Gemälde gerinnen. Zeit wird Raum [2].

Der Kosmos von Susi Gelb beherbergt Biotop und Labor zugleich. Hier agieren Kunstwerke, Objekte und Projektionen, transformieren und wachsen. Die Materie ist aus ihrer statischen Verhaftung befreit, alles zirkuliert und interagiert. Die Künstlerin arrangiert ein Labor-Setting, in dem Zustände, Reaktionen und Zwischenprodukte entstehen, aber stets eine unbekannte Variable, eine neue Auswirkung hinzukommen kann. Ein Prozess der Selbstorganisation von Materie wird möglich. Die Verschränkung von Zeithorizonten und Zuständen lässt eine Leichtigkeit entstehen, die Dinge zum Schweben bringt. Statt sich auf der linear-narrativen Bahn zu erstrecken, vertieft sich die Zeit vertikal [3].

Dieses Fluidum greift Gabi Blum mit ihrem waiting room auf. Hier werden neben temporalen Parametern auch die Grenzen des Raumes strapaziert. Die Achsen des kartesischen Koordinatensystems werden einem neuen divergenten Kräfteverhältnis ausgesetzt und gekrümmt. In ihrem Ames-Raum erschafft die Künstlerin ein Wartezimmer ohne Funktion, ein Durchgangszimmer – welches als hinterster Raum der Ausstellung eine bloße Verheißung ist. Das Warten rechnet nicht mit etwas Bestimmtem. Vielmehr bezeichnet es das Verhältnis zu dem, was sich jeder Form des Rechnens entzieht [4]. Der Wartende befindet sich auf der Schwelle. In diesem Zustand ist alles denkbar.



 














[1] Byung-Chul Han: Agonie des Eros, Matthes & Seitz Berlin, 2012, S. 49
[2] Byung-Chul Han: Duft der Zeit, transcript Verlag Bielefeld, 2013, S. 62
[3] ebd., S.55
[4] ebd., S.78